Haiti - Kultur und karibisches Flair

Haiti ist ein Teil der Insel Hispaniola, der großen Antillen in der nördlichen Karibik. Das Land nimmt etwa zwei fünftel der Insel ein und grenzt an die Dominikanische Republik. Das überwiegend französischsprachige Land gehört aufgrund seiner politischen Instabilität derzeit zu den ärmsten und am wenigsten bereisten Reisezielen der Welt. Dennoch hat das Haiti atemberaubende karibische Natur und zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten vorzuweisen. Das angenehme karibische Klima mit Temperaturen meist über 25 Grad bietet das ideale Umfeld, sie zu erkunden.

karibik, palmen

Die Hauptstadt Haitis, Port-au-Prince, liegt am Golf von Gonâve. Die Stadt präsentiert sich mit vielen historischen Gebäuden, die seit der Entdeckung Haitis durch Christoph Columbus im Jahr 1492 entstanden sind und die unterschiedlichsten Epochen des Landes von der spanischen Besatzung bis zu seiner Unabhängigkeit im Jahr 1844 widerspiegeln. Der eindrucksvolle Place des Heros de l’Independence ist dieser Unabhängigkeit gewidmet.

Neben der Kathedrale Notre Dame ist auch die Kathedrale St. Tinity sehenswert. Das nationale Museum Pantheon vermittelt einen Überblick in die wechselhafte, oftmals leidvolle Geschichte Haitis. Unter anderem ist in dem Museum ein Anker der Santa Maria, eines Schiffes von Christoph Columbus, ausgestellt. Auch die Pistole, mit der sich König Henri 1820 vor seiner Hinrichtung selbst richtete, ist zu sehen. Das Museum of Haitian Art zeigt viele Exponate der berühmten haitischen naiven Malerei und Bildhauerei, die ihre künstlerischen Wurzeln zum Teil bei den Ureinwohnern, den Tainos, hat.

Auf den Höhen von Port-au-Prince lässt sich ein atemberaubender Überblick über die Stadt und die Bucht von Gonâve erhaschen. Pétionville, ein Vorort der Hauptstadt, vermittelt seinen Besuchern ein besonderes Flair. In dem etwas reicheren Ort findet sich unter anderem das Botschaftsviertel. Kleine Kunstgalerien, Restaurants, Nachtclubs und Geschäfte laden zum Kennenlernen der haitianischen Lebensart und seiner kulinarischen Spezialitäten ein. In der Rumfabrik Barbancourt, die in einem beeindruckenden Schloss untergebracht ist, sind Führungen und Kostproben möglich.

Im Norden des Landes lassen sich viele, teils gut erhaltene ehemalige Festungen entdecken, unter anderem auf dem Berg La Ferriere und im Tal Sans Souci. Diese Festungen wurden von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft. Nahe der an der Nordküste gelegenen Stadt Cap-Haitien finden sich weitere geschichtsträchtige Bauwerke.

Historie und die Lebensart Haitis sind eingebunden in eine bezaubernde Naturvielfalt. Der 2.350 Meter hohe Berg Pic de Macaya beheimatet unter anderem viele Orchideen und Vogelarten. In den Bergregionen des südlichen Landesteils finden sich darüber hinaus zahlreiche Wasserfälle, etwa der Bassin Bleu, ein großer dreiteiliger Wasserfall. Der Salzwassersee Étang Saumaître beheimatet neben Flamingos mehr als 100 weitere Vogelarten. Auch Krokodile können dort beobachtet werden.

Haiti ist kein Land des Massentourismus und deshalb auch für Badeurlauber ein Paradies. Zahlreiche Sandstrände bieten dem Erholungssuchenden das typische karibische Flair und machen es möglich, sich in fast menschenleeren, ruhigen Buchten der karibischen Sonne und dem blau-grün schimmernden Meer hinzugeben. Sei es am Strand auf der Sonnenliege, beim Strandspaziergang, einem Besuch des Kasinos, jeglichen Wassersportarten, Reiten, Tennis oder Squash spielen. Als besonders reizvolles Urlaubsziel bietet sich die Küstenregion rund um den Ort Jacmel im Süden des Landes an.